Wer will, fährt jetzt in Baden elektisch
2. Dezember 2013

Wer will, fährt jetzt in Baden elektisch

Stadt und Weltladen bieten Leasing-Modell mit Elektroauto für maximal 30 Badener an. Ausweitung möglich.

"Wir wollen zeigen, dass Elektromobilität funktioniert. Und zwar ganz pratisch im täglichen Leben und nicht nur unter Laborbedingungen", fasst Gerfried Koch, Leiter des Klima - und Energiereferates der Stadt, die Motivation für das Projekt zusammen. Gemeinsam mit dem Weltladen Baden startet die Stadtgemeinde ab März 2014 ein kommunales "E-Car-Sharing", also die gemeinsame Nutzung eines Elektrofahrzeuges durch vis zu 30 Badener.

Die Kosten wurden bewusst fünstig angesetzt: für 99 Euro Jahresgebühr und 17 Cent pro gefahrenen Kilometer kann ein Renault kangoo des Badener Autohauses Koinegg genutzt werden. Abstellplatz und Elektrotankstelle steuert die Sparkasse Baden gratis am Parkplatz in der Grabenbasse bei. Von dort kann das Fahrzeug nach vorheriger Buchung jeweils con den Nutzern gestartet werden. Das Projekt wird im Rahmen der Modellregion für Elektromobilität "e-pendler niederösterreich" umgesetzt und vom Klima - und Energiefond gefördert.

Maximale Rechweite: rund 150 Kilometer

Vizebürgermeisterin Helga Krismer (Grüne) ist vom großen Interesse der Badener überzeugt: "Ich kann nur raten, sich rasch zu melden, um das Zweitauto verkaufen zu können." Die operative Abwicklung hat der Weltladen übernommen. Geschäftsführerin Gerti Jaksch-Fliegenschnee: "Saubere, innovative Mobilität wird für die Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen. Da viele unserer Produzenten in Ländern des Südens produzieren und besonders betroffen sind, ist für den Weltladen Klimaschutz ein großes Anliegen."

Für die Buchungen der Fahrten hat man sich das in Österreich bereits bewährte System Caruso-Carsharing gewählt. Alle Benutzer erhalten eine Schlüsselkarte, die das Fahrzeug öffnet. Die jeweilie Nutzungsdauer ist prinzipiell nicht begrenzt. Doch Gerfried Koch betont: "Natüflich ist hier Fairplay gefragt. Wir werden für die Teilnehmer zum Start auch eine Schulung durchführen." Gewisse Grenzen bringt die Elektromobilität übringens doch mit sich: die maximale Reichweite des Fahrzeuges mit einer Akkuladung beträgt rund 150 Kilometer.


Edition: Niederösterreichische Nachrichten



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