St. Veit: Umweltfreundliches Carsharing

9. April 2015

St. Veit: Umweltfreundliches Carsharing

Die Stadtgemeinde St. Veit bietet ein Elektroauto zum Teilen an: Für 120 Euro im Jahr und 30 Cent pro gefahrenem Kilometer kann man sich das städtische E-Auto für Kurzstrecken ausleihen. Ein zweiter Wagen soll nun angeschafft werden.

„Ich bin zu mieten“ steht groß auf dem Stadtmobil, einem Renault Zoe. Einer der zwölf Teilzeitlenker, die sich bei der Stadtgemeinde anmeldeten, ist Gerhard Knapp. Er ist Pensionist und viel auf Reisen. Daheim in St. Veit nützt er stundenweise das Stadtmobil. Er brauche das Auto für Arztbesuche oder Besprechungen, auch für größere Einkäufe, so Knapp. Er fahre bis zu 50 Kilometer im Monat.

Für Kurzstreckenfahrer gedacht

Bei Kosten von 30 Cent pro Kilometer kostet eine Fahrt von St. Veit nach Klagenfurt und retour rund zwölf Euro. Es ist kein Modell für Pendler, die ihr Auto jeden Tag benötigen. Gedacht ist es für alle, die in und um St. Veit immer wieder einmal Kurzstrecken fahren oder sich ein Zweitauto ersparen wollen, sagte Andreas Reisenbauer, der Projektleiter der Stadtgemeinde: „Wenn man die Kosten eines Pkw hernimmt, fallen bis zu 350 Euro pro Monat an. In den 30 Cent ist auch das Tanken inkludiert.“ Die Stadt will damit nicht nur bürgerfreundlich sein, sondern auch den erzeugten Solarstrom nützen.

Buchen per Internet

Über eine Internetseite lässt sich am Computer und Mobiltelefon ein Wunschtermin reservieren oder nachprüfen, ob und wann das Elektroauto frei ist. Auch Firmen und Urlauber in St. Veit nutzen das Carsharing. Bei jungen Lenkern kam das Modell aber noch nicht an, sagte Reisenbauer. Dabei zahlen junge Fahrer bis 26 nur die Hälfte. Der Traum vom eigenen Auto sei aber wohl noch sehr verbreitet und auch verständlich, so Reisenbauer.

Seit Jahresanfang ist das Stadtmobil in Betrieb. Bei derzeit zwölf Teilzeitlenkern sei es gut ausgelastet, sagte der Projektleiter. Ein paar Plätze seien noch frei, das zweite Stadtmobil zum Teilen ist bereits in Planung.


Edition: kaernten.ORF.at vom 8.4.2015



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