So spart man sich das Zweitauto: Erstes E-Carsharing gestartet

16. April 2015

So spart man sich das Zweitauto: Erstes E-Carsharing gestartet

SARLEINSBACH. Das erste E-Carsharing im Bezirk ist gestartet: Gestern Abend wurde der Renault Zoe von Diakon Franz Keplinger gesegnet und steht jetzt in der Tiefgarage unter dem Musikheim bereit, um von vielen genutzt zu werden.

Vier private Nutzer und vier Firmen und Institutionen nutzen derzeit den „Sarleinsbäcker E-Pkw“, wie ihn Bürgermeister Roland Bramel nennt. „Damit sind wir wieder einmal einen Schritt voraus“, freut er sich über dieses Modellprojekt, in dessen Vordergrund der Umweltgedanke steht. Denn nicht nur die Elektromobilität ist ressourcenschonend, sondern auch das Konzept des Car-Sharings selbst. „Wir sparen uns damit ein Auto ein“, bestätigen Hans und Gerlinde Scharinger, die das Elektro-Auto schon via Internet für ihre erste Ausfahrt gebucht haben. Denn bei der Familie mit drei erwachsenen Kindern wäre gerade die Neuanschaffung eines weiteren Fahrzeugs notwendig gewesen – mit dem E-Carsharing muss das jetzt nicht sein. Nur ein bisserl umdenken und planen muss man, denn bezahlt wird stundenweise: „In dieser Zeit sollte man möglichst viele Wege erledigen und wenig Stehzeit haben“, erklären die Beiden.
Auch die Familie Schwarzbauer ist künftig mit dem Renault Zoe als Zweitauto unterwegs. Drei Kindersitze haben Platz, haben sie schon getestet.

Ikea und zurück ist kein Problem

An die 130 Kilometer kommt man mit dem Akku, der unter den Rücksitzen versteckt ist – bei sparsamer, vorausschauender Fahrweise entsprechend weiter. „Ikea und zurück ist kein Problem“, weiß Markus Altenhofer, Geschäftsführer der Energiemodellregion Donau-Böhmerwald, der überzeugt ist, dass das Konzept aufgeht. „Jetzt haben wir endlich was zum Herzeigen“, erwartet er sich bald mehr Gemeinden, die ebenfalls E-Carsharing anbieten wollen. St. Martin will voraussichtlich schon im Herbst starten, in Altenfelden sind die Vorbereitungen ebenfalls im Laufen.
Interessierte, egal aus welcher Gemeinde, können sich jederzeit bei ihm melden (Tel. 0650/4525 498, altenhofer@donau-boehmerwald.info).


Edition: Tips Redaktion, erstellt am 16.04.2015, 09:00 Uhr



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