Großes Interesse an E-Carsharing-Modellen für Gemeinden

17. März 2014

Großes Interesse an E-Carsharing-Modellen für Gemeinden

Unter dem Titel „E-Carsharing in Niederösterreich" veranstaltete die Energie- und Umweltagentur Nö am 5. März 2014 das erste Seminar für Gemeinden mit Interesse an E-Carsharing. Neben der Elektromobilitätsinitiative „e-mobil in niederösterreich" und den Angeboten des Landes standen vor allem Tipps zur Umsetzung in der Gemeinde und erfolgreiche Beispiele aus der Praxis auf dem Programm.
„Elektromobilität liefert einen wertvollen Beitrag zur CO2- Reduktion und weniger Energieverbrauch und ist gleichzeitig Impulsgeber für ein neues Mobilitätsverhalten. Mit unseren Energiezielen haben wir in Niederösterreich ideale Rahmenbedingungen zur Verbreitung dieser Technologie geschaffen. Gemeinden können mit gutem Beispiel voran gehen, indem sie Elekinnnobilität für ihre Bürgerinnen und Bürger erlebbar machen", ist Energie-Landesrat Dr. Stephan Pernkopf überzeugt. Um die Verbreitung von Elektromobilität in Niederösterreich weiter zu fördern, hat das Land Niederösterreich erst int Februar die „NO Elektromobilitätsstrategie 2014-2020" samt „e-mobil Förderprogramm" präsentiert. Letzteres unterstützt neben Privatpersonen, Unternehmen und Vereinen auch Gemeinden. Wie sich E-Carsharing-Modelle erfolgreich in Gemeinden umsetzen lassen, darüber informierte die Energie- und Umweltagentur gemeinsam mit weiteren Expertinnen und Experten in ihrem Seminar.

Caruso als gemeinsame Buchungsplattform

„Wesentlich für den Erfolg von E-Carsharing-Modellen in Gemeinden sind eine anwenderfreundliche Hard- und Software und ein geringer Betreuungsaufwand. Das Land Niederösterreich fördert die Anschaffung des Equipments mit 500 Euro. Bei der Umsetzung stehen wir gerne beratend zur Seite", so Dr. Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur NO.

Erfolgreiche Pilotprojekte in Niederösterreich

Im Bereich Elektromobilität und E-Carsharing gibt es bereits einige erfolgreiche Pilotprojekte in Niederösterreich. Die Gemeinden haben die Elektroautos mittels Förderungen und Eigeninitiativen angeschafft und der Bevölkerung zum Teilen zur Verfügung gestellt. Beim Seminar wurde unter anderem der „Gaubitscher Stromgleiter" aus dem Weinviertel vorgestellt, der seit 2012 Menschen auf umweltschonende Weise ans Ziel bringt. Die Gemeinde fungiert als Trägerin mit Unterstützung von Privatpersonen und Vereinen. Innerhalb der ersten 12 Monate wurden 22.400 Kilometer zurückgelegt und dabei — verglichen zu einem herkömmlichen PKW mit Verbrennungsmotor — drei Tonnen CO2 eingespart. Das Badener E-Carsharing-Projekt heißt „bea". Für nur 99 Euro Jahresgebühr und 17 Cent pro Kilometer teilen sich ab 29. März 2014 bis zu 30 Fahrerinnen einen multifunktionalen Renault Kangoo Z.E. Neben der Gemeinde Auersthal mit ihrer Initiative "E-Go Auersthal" gehört auch Herzogenburg mit seinem eigens dafür gegründeten Verein "MOVE Herzogenburg" zu den Pionieren des E-Carsharings in Niederösterreich. Wie die VertreterInnen der einzelnen Initiativen berichteten, finden ihre Angebote bei den Gemeindebewohnerinnen großen Anklang und ermöglichen vielen, unter anderem mobilitätseingeschränkten, Personen deutlich mobiler zu sein. Darüber hinaus sei es ihnen gelungen, beträchtliche Mengen an Emissionen einzusparen. „Diese Beispiele zeigen, dass Carsharing nicht nur im städtischen Bereich, sondern auch in ländlichen Regionen funktionieren kann. In peripheren Regionen kann es sogar eine günstige und umweltschonende Alternative zum ausgedünnten öffentlichen Verkehr darstellen", ist Mag. Gerald Franz, Mobilitätsexperte der Energie-und Umweltagentur NO, überzeugt.

Nächstes Informationsseminar: 3. Juni 2014

Das nächste Seminar „E-Carsharing in Niederösterreich" für GemeindevertreterInnen findet am 3. Juni 2014 in St. Pölten statt. Anmeldungen sind bis 22. Mai beim Umwelt-Gemeinde-Telefon, 02742 22 1444. per E-Mail an gemeindeservice@enu.at oder über die Website www.umweltgemeinde.at möglich.


Edition: Amtsblatt BH Gmünd



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