E-Carsharing erobert Niederösterreichs Gemeinden

14. Februar 2014

E-Carsharing erobert Niederösterreichs Gemeinden

LR Pernkopf: "Elektromobilität ist Impulsgeber für ein neues Mobilitätsverhalten"

St. Pölten (OTS/NLK) - Mobil zu sein ist vielen
Niederösterreicherinnen und Niederösterreichern ein Bedürfnis: Jeder
dritte Haushalt in Niederösterreich besitzt mehr als ein Auto. Einen
Großteil des Tages stehen die Fahrzeuge allerdings ungenutzt auf dem
Platz und verursachen Kosten. Carsharing-Modelle sind eine günstige
und umweltschonende Alternative, vor allem in Verbindung mit
Elektromobilität. Dahingehend hat sich Niederösterreich ambitionierte
Ziele gesteckt: Bis zum Jahr 2015 sollen der gesamte Strombedarf und
bis 2020 die Hälfte des Gesamtenergiebedarfs aus Erneuerbaren Quellen
stammen. "Mit diesen Zielen schaffen wir ideale Rahmenbedingungen für
die flächendeckende Nutzung von Elektromobilität. Das ist wichtig,
weil Elektromobilität einen wertvollen Beitrag zur CO2- und
Energiereduktion liefert und gleichzeitig Impulsgeber für ein neues
Mobilitätsverhalten ist", so Energie-Landesrat Dr. Stephan Pernkopf.

Im Bereich Mobilität geht der Trend in zwei Richtungen: Zum einen
in Richtung multimodale Mobilität, also die Kombination von
Individualverkehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Zum anderen zeigt
sich eine Entwicklung "weg vom Besitzen" und "hin zum Teilen". Ein
Ziel der gestern präsentierten "Elektromobilitätsstrategie NÖ
2014-2020" ist, diese Trends für die Elektromobilität in
Niederösterreich zu nutzen und damit den Pkw-Individualverkehr zu
reduzieren. Konkret bedeutet das die Verknüpfung von Elektromobilität
und Multimodalität, also die Kombination von E-Fahrzeugen und
öffentlichen Verkehrsmitteln.

In Regionen mit erhöhtem Verkehrsaufkommen aber auch höherer
Strukturstärke, beispielsweise rund um Wien, sind Zeitersparnis und
Komfortgewinn durch Multimodalität wichtige Erfolgsfaktoren. In
ländlichen Regionen mit niedriger Verkehrsdichte und niedriger
Strukturstärke werden die geringen Kosten von E-Carsharing-Lösungen
im Vergleich zu einem Zweitauto ein höherer Anreiz sein. Zudem
fördert das Land Niederösterreich Gemeinden mit 500 Euro für die
Anschaffung von E-Carsharing Equipment. "In einigen Gemeinden in
Niederösterreich gibt es bereits innovative Pilotprojekte. Wesentlich
für den Erfolg von E-Carsharing sind eine anwenderfreundliche Hard-
und Software und ein geringer Betreuungsaufwand", so Dr. Herbert
Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur NÖ.

Wie Gemeinden "E-Carsharing" nutzen können, zeigt die Energie- und
Umweltagentur NÖ in eigenen Seminaren. Die nächsten Termine für
Gemeindevertreterinnen und -vertreter finden am 5. März bzw. 3. Juni
2014 in St. Pölten statt. Vorgestellt werden neben der
Elektromobilitätsinitiative und den Angeboten des Landes
Niederösterreich vor allem Beispiele aus der Praxis. Expertinnen und
Experten stehen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern für Fragen zu
Förderungen, Recht und Versicherung zur Verfügung. Zudem bieten die
Seminare die Möglichkeit zur Vernetzung der bestehenden
Elektromobilitätsprojekte in Niederösterreich und zum
Erfahrungsaustausch.

Nähere Informationen: Energie- und Umweltagentur NÖ, Mag.(FH)
Christine Penz, Telefon 02742/219 19-137, e-mail
christine.penz@enu.at, www.enu.at, www.umweltgemeinde.at.


Edition: OTS0122 14. Feb. 2014



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