Carsharing: Autofahren um 30 Cent pro Kilometer

11. Juli 2011

Carsharing: Autofahren um 30 Cent pro Kilometer

Carsharing ist derzeit in aller Munde; das Angebot abseits der Großstädte ist jedoch oft dürftig und teuer. Die Lösung: Eine Initiative für privates Carsharing. Der Vorarlberger Christian Steger-Vonmetz hat dafür das Reservierungstool Caruso entwickelt, das als App fürs Handy und im Internet ­verfügbar ist.

Die Plattform bringt Autobesitzer mit Menschen zusammen, die nur ab und zu einen fahrbaren Untersatz brauchen. Je nach Nutzungs­art, Nutzungsdauer und Wohnort bilden sich mehr oder weniger feste Fahrgemeinschaften. Wer zu einer Gruppe zugelassen wird, entscheidet der Autobesitzer. Abgerechnet wird über ein elektronisches Fahrtenbuch, das mittels Smartphone mit dem Auto verbunden ist. „Üblich sind rund 0,30 € pro Kilometer. Das hängt vom Auto und der Nutzung ab. Der Sprit ist im Preis inbegriffen“, so Steger-Vonmetz.

Prototyp im Test

Seit Februar ist ein Prototyp des privaten Carsharing-Netzwerks online. 150 Menschen in ganz Österreich teilen sich inzwischen 21 Autos, auch Firmen machen mit. Bis Ende des Jahres soll das von Land und Bund mit über 100.000 € geförderte Forschungsprojekt professionell anlaufen. Bis dahin will Steger-Vonmetz nicht nur die Handhabung nutzerfreundlicher gestalten, sondern auch rechtliche und versicherungstechnische Details geklärt haben: „Wir verhandeln derzeit mit einer Versicherung über ein Paket, das ohne Bonus-Malus-System auskommt, falls ein Unfall passiert.“


Edition: Wirtschaftsblatt



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